nach einem doch mehr oder weniger verregneten Sommer scheint es ja wohl doch jetzt noch ein paar schöne Herbsttage zu geben.
Bekanntermaßen als Regional-Patrioten würden wir gerne auf einige Reiseziele im hohen Norden der Republik aufmerksam machen, die sich vielleicht für viele Menschen nicht zwingend für eine kurze Herbsttour mit dem Wohnmobil anbieten. Die Rede ist dabei von den so genannten drei Schwester-Inseln (Sylt, Föhr und Amrum), sowie Helgoland und Pellworm, aber auch den insgesamt 10 Halligen im nordfriesischen Biosphärenreservat, von denen im Frühherbst, neben der Hamburger Hallig bei Reußenköge -über Land-, vor allem Langeneß, Hooge und Gröde doch recht zu einfach erreichen sind.
Um Inseln und Halligen zu besuchen braucht man vor allen Dingen nicht mit dem Wohnmobil über zu setzen, da dies in den meisten Fällen doch recht teuer wäre und andererseits, mal abgesehen von Sylt, auch keine Stellplätze zur Verfügung stehen würden. Die bieten aber die "Tore" zu den Inseln und Halligen in guter Qualität, so dass man das rollende Ferienheim einfach auf dem Festland zurück lässt, um Inseln und Halligen zu besuchen.
Die Festland-"Tore" für diese Insel- und Halligbesuche sind schnell genannt:
Niebüll (http://www.bahn.de/p/view/index.shtml) und Havneby/Römö (http://www.syltfaehre.de/) für Sylt; Dagebüll (http://www.faehre.de/) für Föhr und Amrum; Schlüttsiel (http://www.faehre.de/) für Langeneß, Hooge und Gröde, Reußenköge für die Hamburger Hallig und Strucklahnungshörn (http://www.faehre-pellworm.de/) auf Nordstrand für Pellworm. Helgoland ist von Schleswig-Holstein aus nur über Büsum zu erreichen, noch fahren auch dort die Fahrgastschiffe täglich hin (http://www.cassen-eils.de/faehre-nach-helgoland/) (http://www.rahder.de/).
Alle aufgeführten Insel- und Halligen-"Tore" besitzen in kurzer Entfernung zu den jeweiligen Verkehrsmitteln gute Stell- oder zumindest gute bewachte Parkplätze, auf denen man das Wohnmobil sicher abstellen kann, um "in See zu stechen". Insel und Halligen bieten in unterschiedlicher Weise und Umfang viel Interessantes an, darunter spannende, teils auch ungewöhnliche Naturbegegnungen, wenn man beispielsweise an die Entenkojen auf Sylt, Föhr und Amrum denkt, aber auch informative Sammlungen und Museen sowie immer auch eine ansprechende Gastronomie.
Wer Fragen zu den o. a. Reisezielen hat, mag sich gerne per pn an uns wenden, wir kennen diese touristischen Highlights alle, sind selbst in der kommenden Woche wieder dort unterwegs.
Anbei noch ein paar Fotos, damit man sich leichter vorstellen kann, wovon die Rede ist:

Auf Nordstrand: Der Hafen von Strucklahnungshörn verbindet das "Festland" mit der Insel Pellworm

Infoturm Schlüttsiel: Eine kleine Info-Sammlung im Turm verkürzt die Wartezeit auf die Fähre

Die Fähre "Hilligenlei" verbindet Schlüttsiel auf dem Festland mit den Halligen Langeneß und Hooge sowie der Insel Amrum

Hallig Langeneß: Die Warft Hilligenlei liegt in der Nähe des Fähranlegers. Auf der Warft befindet sich auch das Hallig-Gasthaus

Hallig Oland: Der Lorenbahnhof auf der Hallig Oland. Diese Hallig gehört zu den kleinsten ständig bewohnten Halligen und ist
für Tagesgäste kaum zu erreichen

Hallig Langeneß: Die Ketelswarft

Hallig Langeneß: Die Neuwarf. Dort wohnt Deutschlands berühmtester "Postbeamter". Der Postschiffer Fiede Nissen,
der gleichzeitig auch Bürgermeister von Langeneß und Oland ist.

Die Post kommt: Fiede Nissen mit seiner Cabrio-Lore unterwegs

Hallig Langeneß: Im Frühjahr machen dort die Ringelgänse Station.

Hallig Hooge: Das erste Landunter wird im November erwartet. Bis auf die Warften steht dann alles unter Wasser.

Hallig Hooge: Die Westerwarft. Wenn wir könnten, würden wir sie kaufen.

Helgoland: Deutschlands einzige Hochseeinsel. Die meisten Häuser stehen auf dem Unterland und die Badedüne kann
nur mit der Fähre erreicht werden
Info: Die Halligen sind im Wesentlichen nach der so genannten "Groten Mandränke", einer schlimmen dreitägigen Sturmflug
im Jahr 1362 entstanden, als viel Land und auch der Ort Rungholt versunken sind. Auf den Halligen leben heute
rund 380 Menschen, die wirtschaftlich im Wesentlichen von den Jobs beim Küstenschutz, von der Landwirtschaft und dem Tourismus
abhängig sind.
Mit fröhlichen Grüßen
Wolf