Guten Abend zusammen,
da habt ihr während der letzten Tage ja fleißig zu dem Thema geschrieben, das habe ich gar nicht mitbekommen. Ich war wohl mit meinem eigenen Bericht zu sehr beschäftigt. Auf jeden Fall schon mal toll, dass hier so viel Interesse vorhanden ist.
Um nochmals zu dem Buggy zurück zu kommen, also so schlimm, wie es vielleicht rüber gekommen ist war es nicht. Ich habe immer gerne an unseren Motorrädern und auch an dem Buggy herum geschraubt. Bei dem Buggy war es in den ersten 2 Jahren pure Begeisterung für das Fahrzeug, denn es hat einen enormen Spaß gemacht damit an warmen Tagen durch die Lande zu fahren. Nun haben wir uns reisemässig aber so langsam eingependelt, dass der Buggy eigentlich nur bei der Winterflucht mitgenommen wurde. Bei der Sommerreise, wenn wir fast täglich auf einem anderen Stellplatz übernachten, brauchen wir kein Beiboot, das wäre nur hinderlich. Also stand der gelbe Flitzer fast neun Monate des Jahres in der Einfahrt herum, abgedeckt mit einer Kunststoffplane. Dazu kamen dann die Reparaturen, die hin und wieder, wenn wir von der Winterreise zurück kamen, fällig waren. Mal war es eine Antriebswelle, mal die Bremsen, dann die Raglager und jetzt zum Abschluss, bei der Proberunde des neuen Käufers, die Lichtmaschine (peinlich). Und ich muss wirklich gestehen, dass ich mit zunehmenden Alter immer weniger Lust auf die Schrauberei habe. Ich habe mich sogar schon dabei erwischt, dass ich Bremsbeläge von einer Werkstatt habe wechseln lassen. Das hätte es vor einigen Jahren nicht bei mir gegeben.
Dass wir in den 4 Jahren während der Benutzung des Buggy´s richtig Spaß an dem Wagen hatten steht komplett außen vor (siehe die Berichte der Winterfluchten). Man hatte immer, egal wo man vorgefahren ist, immer Zuschauer und intessierte Menschen, mit denen man schnell ins Gespräch gekommen ist.
Wir haben uns also schweren Herzens zum Verkauf des Mondautos entschiedenhatten und lange Zeit überlegt, welches Fahrzeug wir in Zukunft mitnehmen können und sind etliche Typen durch gegangen. Als erstes Wunschfahrzeug, lieber Jürg, stand der Suzuki Jimny auf unserer Liste. Es sollte allerdings ein älteres Modell sein, nicht solch eine Sonderausrüstung, wie deiner. Den Jimny haben wir auf vielen Reisen schon im Auge gehabt. Dann waren auch Fahrzeuge dabei wie die Euro-Typen Ayra, C1, Panda usw.. Zum Schluss war es aber immer wieder das gleiche Problem: das Fahrzeug war zu schwer! Unser WoMo ist ein Fiat 244 mit 2.0 Liter Maschine und hat ein zulässiges Ggw von 3,2t. Leider dürfen wir damit nur eine gebremste Anhängerlast von 1,2t ziehen. Der Buggy hatte knapp 500kg und der Trailer lag knapp unter 400kg, diese Kombination passte. Aber hätten wir z.B. den Trailer des Buggy´s weiter benutzen wollen, so wäre selbst der Smart mit seinen 825kg schon zu schwer gewesen. Also besorgte ich uns einen Aluminium-Trailer mir einem Eigengewicht von nur 220kg und alles war wieder im grünen Bereich.
Und zum Schluss kann ich nur bestätigen, dass der kleine Kugelblitz "Smart", wenn man von der Offroad-Tauglichkeit einmal absieht, auf jeden Fall die (für uns) nützlichere Variante ist. Auch hier in Spanien gibt es kühle Wintertage von unter 12°C, dann wäre eine längere Fahrt im Buggy schon recht grenzwertig. Da schneidet der geschlossene Smart mit Längen besser ab. Wird´s zu warm, Fenster auf oder Klimaanlage an. Regen ist auch kein Problem und last but not least: Ist der Hund gesund, freut sich der Mensch. Und ganz im Ernst, wenn sich beim Start an der Ampelanlage die 71 PS des kleinen Dreizylinders in den Asphalt krallen, dann hat schon so mancher Autofahrer an der Leistung seiner Großlimousine gezweifelt.
Die Smart-Sondertour von Bernd kann ich gut nachvollziehen, würde ich wahrscheinlich genauso machen, denn es besteht kein Zweifel an der Zuverlässigkeit des Fahrzeugs. Mit dem Buggy wäre diese Aktion schon eher eine Herausforderung mit unbekanntem Ausgang
Wie nun wohl in meinem Text zu spüren ist, bin ich immer mehr davon überzeugt, dass unser Entschluss zu diesem Zweitwagentyp nicht der Schlechteste war und ich glaube auch, dass wir auf den kommenden Reisen noch viele Kilometer mit dem Zwerg herunterreißen werden.
So, dass reicht jetzt aber und spät ist es auch schon wieder geworden. Wir wünschen euch allen eine gute Nacht.
Gruß aus dem Vall de Laguar,
Peter und Gitte