Im Süden überwintern
- Nixus
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Wieder sind 2 ereignisreiche Tage vergangen und wir haben die letzten beiden Nächte mit starken Gewittern, Sturmböen und viel Regen verbracht.
Zum Glück wurde es tagsüber immer wieder freundlicher und man konnte sich bei nur mässigen Temperaturen draussen aufhalten.
In der Sonne war es immer wieder angenehm warm, aber wenn wieder Wind aufkam wurde es gleich um einiges kühler.
Unser Platz ist gemütlich, hat ein kleines Restaurant, einen kleinen Supermarkt und wir sind "umstellt" von tropischen Palmen, Plantanen und Pfefferbäumen.
Wir haben uns heute aber nicht von dem Wetter beeindrucken lassen und trotz des kühlen Windes eine ausgiebige Strandwanderung gemacht.
Hier ein paar Bilder und Eindrücke vom heutigen Tag.

Der Sturm hat die See gewaltig aufgepeitscht und ich hatte vorher noch nie solche Wellen am Mittelmeer gesehen.

Am Ortseingang von Calahonda steht dieser "schiefe Turm" am Strand.

Man konnte vom Strand aus gut erkennen, dass es im Gebirge in der vergangenen Nacht wieder Neuschnee gegeben hat.

Die Möven suchen bei der Brandung ständig nach fressbarem Strandgut.

Die kleine Fischerbucht von Calahonda.

Die Promenade des Ortes ist in den Sommermonaten bestimmt besser besucht.

Kraftvoll gegen den Wind.

Blick zur Ortschaft Calahonda

Sehr erfreulich: Zum kühlen Bier, oder Wein, werden hier in Andalusien Tapas, kleine Gaumenschmeicheleien, gereicht.
Wir haben heute zu unserem Bier jeweils 3 gegrillte Gambas, in Knoblauchsauce, bekommen. Eine sehr nette Geste von den hiesigen Gasthäusern.
Vorgestern waren wir in Motril, in einem Supermarkt zum einkaufen und wenn man über den Warenumfang eines solchen Marktes berichten wollte,
so ergäbe es ein sehr umfangreiches Thema. Man findet einfach sehr vieles, was man in unserem Heimatland gar nicht kennt.

Am auffälligsten ist die überwältigende Auswahl an der Frischfischtheke.

Große Kraken und Sepias sind hier keine Seltenheit.

Aber auch beim Gemüse und den Früchten gibt es einiges, was der mitteleuropäische Betrachter noch nicht kennt.
Ich will hier mal ein Bilderrätsel einstellen und fragen, wie die Frucht auf den Bildern wohl heißen mag?

Von außen ist sie grün, hat eine feste, geschlossene Oberfläche.

Innen ist sie weiß und hat eine cremige Konsistenz. Die Kerne sind hart und sehr zahlreich vorhanden. Wer kennt diese Frucht?
Zum Glück wurde es tagsüber immer wieder freundlicher und man konnte sich bei nur mässigen Temperaturen draussen aufhalten.
In der Sonne war es immer wieder angenehm warm, aber wenn wieder Wind aufkam wurde es gleich um einiges kühler.
Unser Platz ist gemütlich, hat ein kleines Restaurant, einen kleinen Supermarkt und wir sind "umstellt" von tropischen Palmen, Plantanen und Pfefferbäumen.
Wir haben uns heute aber nicht von dem Wetter beeindrucken lassen und trotz des kühlen Windes eine ausgiebige Strandwanderung gemacht.
Hier ein paar Bilder und Eindrücke vom heutigen Tag.

Der Sturm hat die See gewaltig aufgepeitscht und ich hatte vorher noch nie solche Wellen am Mittelmeer gesehen.

Am Ortseingang von Calahonda steht dieser "schiefe Turm" am Strand.

Man konnte vom Strand aus gut erkennen, dass es im Gebirge in der vergangenen Nacht wieder Neuschnee gegeben hat.

Die Möven suchen bei der Brandung ständig nach fressbarem Strandgut.

Die kleine Fischerbucht von Calahonda.

Die Promenade des Ortes ist in den Sommermonaten bestimmt besser besucht.

Kraftvoll gegen den Wind.

Blick zur Ortschaft Calahonda

Sehr erfreulich: Zum kühlen Bier, oder Wein, werden hier in Andalusien Tapas, kleine Gaumenschmeicheleien, gereicht.
Wir haben heute zu unserem Bier jeweils 3 gegrillte Gambas, in Knoblauchsauce, bekommen. Eine sehr nette Geste von den hiesigen Gasthäusern.
Vorgestern waren wir in Motril, in einem Supermarkt zum einkaufen und wenn man über den Warenumfang eines solchen Marktes berichten wollte,
so ergäbe es ein sehr umfangreiches Thema. Man findet einfach sehr vieles, was man in unserem Heimatland gar nicht kennt.

Am auffälligsten ist die überwältigende Auswahl an der Frischfischtheke.

Große Kraken und Sepias sind hier keine Seltenheit.

Aber auch beim Gemüse und den Früchten gibt es einiges, was der mitteleuropäische Betrachter noch nicht kennt.
Ich will hier mal ein Bilderrätsel einstellen und fragen, wie die Frucht auf den Bildern wohl heißen mag?

Von außen ist sie grün, hat eine feste, geschlossene Oberfläche.

Innen ist sie weiß und hat eine cremige Konsistenz. Die Kerne sind hart und sehr zahlreich vorhanden. Wer kennt diese Frucht?
- ConnyLothar
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Hallo Conny,
Du liegst mit Deiner Vermutung völlig richtig.

Die Frucht wird hier in Südspanien unter dem Namen "Chirimoya" verkauft und kommt aus der Familie der Annonengewächse.
Klasse, hätte nicht gedacht, dass es so einfach war!!
Inzwischen hat sich das Wetter wieder stabilisiert und auch der Sturm hat sich gelegt.
So konnten wir in den letzten beiden Tagen unsere ersten Motorradtouren in die nahe gelegenen Sierras unternehmen.

Der Weg zu den verschneiten Bergen führte uns über leichte Hügel

und durch bizzare Täler, an dessen Grund die Spuren von gewaltigen Wasserläufen zu erkennen ist.

Das hier sehr viele Western- und Abenteuer-Filme gedreht wurden kann man an vielen Landschaftsformen gut erkennen.
Wir haben uns die Filmscenen sehr gut vorstellen können.

Als wir dann in die höher gelegenen Gebiete kamen, konnten wir eine ganz neue Erfahrung machen:
Im Januar ist auch in Südspanien der Schnee eiskalt.
Wir fuhren in Höhen um 1500m ü.n.N. und dort war durch die Unwetter der vergangenen Tage wieder reichlich Schnee gefallen.

Zum Glück haben unsere Motorräder geländegängige Reifen und dadurch auch noch bei Schnee ausreichend Gripp um vorwärts zu kommen.

In der Schinkenstadt "Trevélez " kauften wir uns ein kleines Stück von dem begehrten Räucherfleisch
und machten uns dann wieder auf den Weg in schneefreie, wärmere Gebiete.

Wieder kamen wir durch atemberaubende Landschaften, wo wir an vielen Stellen eine Fotopause einlegen mussten.
Gitte hat diese Zwangsstopps bereitwillig über sich ergehen lassen.

Nun aber noch ein paar Hinweise, die den Spanienneuling erst einmal stutzen lassen, wenn man erstmals in dieses Land kommt.
Hier im Süden werden sehr viele Gemüse- und Obstsorten angebaut, die in der kalten Jahreszeit bei uns daheim in den Supermärkten im Angebot liegen.
Damit dieses Angebot auch nachhaltig bei uns verkauft werden kann, müssen die hiesigen Landwirte ihre Anbauflächen mit Folien und Gewächshäusern
abdecken und die Pflanzen vor den widrigen Wetterbedingungen schützen. Natürlich sieht das, wenn es so konzentriert in einem Gebiet vorkommt,
nicht sonderlich schön aus. Das ist dann leider der Preis, den man für eine ganzjährige Versorgung mit frischen Gemüse und Früchten bezahlen muss.

Noch schlimmer finde ich es allerdings, dass man in vielen Teilen von Spanien seine (Garten)Abfälle einfach irgendwo in der Landschaft verbrennt.
Was dort ansonsten noch mit verbrannt wird, dass bleibt wohl das Geheimnis des jeweiligen "Branntstifters".

Dadurch werden oftmals ganze Täler und Flächen mit stinkenden Rauchwolken überzogen. Zum Glück gibt sich das,
sobald man aus den landwirtschaftlichen Anbauflächen heraus kommt. Gestört hat es mich aber immer,
denn da fehlt es dann wohl doch noch vielerorts an einem angemessenen Umweltverständnis.
Nun gut, dann doch lieber wieder ein paar Bilder aus halbwegs naturbelassenen Gebieten der hiesigen Sierras.

Panorama des höchsten Bergs der Sierra Nevada, dem "Mulhacén" mit 3479 m.

Die Sierras de Tejeda, Almijara y Alhama mit knapp unter 2000 m

und zuletzt das Panorama der Sierra de la Contraviesa, mit Gipfeln zwischen 1300 und 1500 m.
So, für morgen haben wir einen Ausflug nach Granada und zur Alhambra vorgesehen. Mal sehen, wann wir morgen aus den gemütlichen Federn kommen.
Wir melden uns dann demnächst mit neuen Informationen wieder.
Du liegst mit Deiner Vermutung völlig richtig.

Die Frucht wird hier in Südspanien unter dem Namen "Chirimoya" verkauft und kommt aus der Familie der Annonengewächse.
Klasse, hätte nicht gedacht, dass es so einfach war!!
Inzwischen hat sich das Wetter wieder stabilisiert und auch der Sturm hat sich gelegt.
So konnten wir in den letzten beiden Tagen unsere ersten Motorradtouren in die nahe gelegenen Sierras unternehmen.

Der Weg zu den verschneiten Bergen führte uns über leichte Hügel

und durch bizzare Täler, an dessen Grund die Spuren von gewaltigen Wasserläufen zu erkennen ist.

Das hier sehr viele Western- und Abenteuer-Filme gedreht wurden kann man an vielen Landschaftsformen gut erkennen.
Wir haben uns die Filmscenen sehr gut vorstellen können.

Als wir dann in die höher gelegenen Gebiete kamen, konnten wir eine ganz neue Erfahrung machen:
Im Januar ist auch in Südspanien der Schnee eiskalt.
Wir fuhren in Höhen um 1500m ü.n.N. und dort war durch die Unwetter der vergangenen Tage wieder reichlich Schnee gefallen.

Zum Glück haben unsere Motorräder geländegängige Reifen und dadurch auch noch bei Schnee ausreichend Gripp um vorwärts zu kommen.

In der Schinkenstadt "Trevélez " kauften wir uns ein kleines Stück von dem begehrten Räucherfleisch
und machten uns dann wieder auf den Weg in schneefreie, wärmere Gebiete.

Wieder kamen wir durch atemberaubende Landschaften, wo wir an vielen Stellen eine Fotopause einlegen mussten.
Gitte hat diese Zwangsstopps bereitwillig über sich ergehen lassen.

Nun aber noch ein paar Hinweise, die den Spanienneuling erst einmal stutzen lassen, wenn man erstmals in dieses Land kommt.
Hier im Süden werden sehr viele Gemüse- und Obstsorten angebaut, die in der kalten Jahreszeit bei uns daheim in den Supermärkten im Angebot liegen.
Damit dieses Angebot auch nachhaltig bei uns verkauft werden kann, müssen die hiesigen Landwirte ihre Anbauflächen mit Folien und Gewächshäusern
abdecken und die Pflanzen vor den widrigen Wetterbedingungen schützen. Natürlich sieht das, wenn es so konzentriert in einem Gebiet vorkommt,
nicht sonderlich schön aus. Das ist dann leider der Preis, den man für eine ganzjährige Versorgung mit frischen Gemüse und Früchten bezahlen muss.

Noch schlimmer finde ich es allerdings, dass man in vielen Teilen von Spanien seine (Garten)Abfälle einfach irgendwo in der Landschaft verbrennt.
Was dort ansonsten noch mit verbrannt wird, dass bleibt wohl das Geheimnis des jeweiligen "Branntstifters".

Dadurch werden oftmals ganze Täler und Flächen mit stinkenden Rauchwolken überzogen. Zum Glück gibt sich das,
sobald man aus den landwirtschaftlichen Anbauflächen heraus kommt. Gestört hat es mich aber immer,
denn da fehlt es dann wohl doch noch vielerorts an einem angemessenen Umweltverständnis.
Nun gut, dann doch lieber wieder ein paar Bilder aus halbwegs naturbelassenen Gebieten der hiesigen Sierras.

Panorama des höchsten Bergs der Sierra Nevada, dem "Mulhacén" mit 3479 m.

Die Sierras de Tejeda, Almijara y Alhama mit knapp unter 2000 m

und zuletzt das Panorama der Sierra de la Contraviesa, mit Gipfeln zwischen 1300 und 1500 m.
So, für morgen haben wir einen Ausflug nach Granada und zur Alhambra vorgesehen. Mal sehen, wann wir morgen aus den gemütlichen Federn kommen.
Wir melden uns dann demnächst mit neuen Informationen wieder.
- ConnyLothar
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Guten Abend zusammen,
ich habe heute mal wieder Zeit um ein bisschen über unsere Reise zu berichten.
Erst einmal vielen Dank für eure netten Zeilen, es freut uns sehr, wenn es euch Spaß macht, unsere Berichte zu lesen.
Wir hatten gestern Vormittag leider einen verhangenen Himmel und deshalb die Tour nach Granada und zur Alhambra nicht durch geführt.
Wir haben einfach mal einen Faulenzertag eingelegt und kleinere Hausarbeiten erledigt.
Später entwickelte sich dasWetter dann doch noch zu einen schönen, warmen Sonnentag und so hatte ich dann auch mal Zeit um unseren Campingplatz abzulichten.

Unsere Parcelle liegt im hinteren Teil des Platzes und so haben wir dort ein reicht ruhiges Plätzchen. Die näheren Platznachbarn
sind auch in unserer Heimat, in Dingden bzw. Bocholt, unsere Nachbarn und so haben wir ein nettes freundschaftliches Umfeld.

Durch das gemeinsame Interesse an Motorrädern gibt es dann auch immer wieder Gesprächsstoff.

Heute vormittag sind wir bei strahlend blauem Himmel nach Granada gefahren. Es war recht kühl, da die Straße auf über 850 m führte.
Der Weg zur Alhambra war schon vor der Stadteinfahrt gut ausgeschildert und so war es kein Problem das Ziel zu finden.
Aber auch ohne die Ausschilderung wäre die Anfahrt keine Schwierigkeit gewesen, denn die riesige Festungsanlage auf dem Sabikah-Hügel von Granada ist weithin sichtbar.

Wir lösten einen Parkschein (kostete hinterher 8,50 Euro pro Motorrad), zahlten 13 Euro pro Person Eintritt und konnten nun die maurische Anlage,
die im Stil der islamischen Kunst errichtet wurde, besichtigen.
Für weitere 7,50 Euro kann man einen elektronischen Führer bekommen, der einem die einzelnen Sehenswürdigkeiten und Räume erklärt.

Der Palast (Palacios Nazaries) im Inneren der Anlage ist nur in einem Zeitfenster von 30 min zu besichtigen. Auf dem Ticket ist die Uhrzeit vermerkt,
zu der man in den Palast gelangt, wenn man diese Zeit verpasst, verfällt der Anspruch auf den Einlass in die Prunkräume. Es kann immer nur eine
begrenzte Anzahl an Besuchern in die Räume und aus diesem Grund greift man auf eine solche Maßnahme zurück.
Befindet man sich erst einmal innerhalb des Palastes, so kann man sich dort ohne zeitliche Begrenzung frei bewegen.

Die Räume sind zwar ohne Einrichtungsgegenstände, aber bestechen durch die Architektur und durch die Marmorarbeiten an den Wänden und Decken.

Es wirkte, als wenn man die Räume in den Marmor "geschnitzt" hätte. Es sind teilweise Gebetstexte und geschichtliche Informationen in die Arbeiten eingefügt.

Hier hat jeder Herrscher, seien es die Christen, die Mohammedaner, oder andere Königshäuser mit ihrem Gefolge gewesen,
dem Aussehen der Alhambra ihren eigenen Stempel aufgepreßt.

Der filigranen Bildhauerei wurden hier keinerlei Grenzen gesetzt. Man entdeckt immer wieder neue Verspieltheiten in den zahlreichen Räumen.

Es gibt auf dem Gelände reichlich Möglichkeiten eine Pause einzulegen, wovon man nach einigen Stunden
Besichtigung auch wirklich gerne Gebrauch macht. Picknick, also das Verzehren von mitgebrachten Snacks ist allerdings nicht erlaubt.

Auch in den abwechslungsreichen Grünanlagen und Gärten sind überall Bänke und Rastmöglichkeiten vorhanden. Wir sind insgesamt 5 Stunden
in dem Glände gewesen und haben bei Weitem noch nicht alles gesehen.

Sehr beeindruckend und bestimmt ebenso interessant wie der "Palacios Nazaries", ist der Bereich des "Akazaba".
Hier kann man die wehrhaften Türme und den ehemaligen Wohnbereich des Sultans besichtigen.

Es ist erstaunlich, wie hoch sich die Türme und Terrassen über die Stadt Granada erheben.

Und die schneebedeckten Berge der nahen Sierra Nevada runden das Gesamtbild dieser geschichtsträchtigen Stätte beeindruckend ab.
ich habe heute mal wieder Zeit um ein bisschen über unsere Reise zu berichten.
Erst einmal vielen Dank für eure netten Zeilen, es freut uns sehr, wenn es euch Spaß macht, unsere Berichte zu lesen.
Wir hatten gestern Vormittag leider einen verhangenen Himmel und deshalb die Tour nach Granada und zur Alhambra nicht durch geführt.
Wir haben einfach mal einen Faulenzertag eingelegt und kleinere Hausarbeiten erledigt.
Später entwickelte sich dasWetter dann doch noch zu einen schönen, warmen Sonnentag und so hatte ich dann auch mal Zeit um unseren Campingplatz abzulichten.

Unsere Parcelle liegt im hinteren Teil des Platzes und so haben wir dort ein reicht ruhiges Plätzchen. Die näheren Platznachbarn
sind auch in unserer Heimat, in Dingden bzw. Bocholt, unsere Nachbarn und so haben wir ein nettes freundschaftliches Umfeld.

Durch das gemeinsame Interesse an Motorrädern gibt es dann auch immer wieder Gesprächsstoff.

Heute vormittag sind wir bei strahlend blauem Himmel nach Granada gefahren. Es war recht kühl, da die Straße auf über 850 m führte.
Der Weg zur Alhambra war schon vor der Stadteinfahrt gut ausgeschildert und so war es kein Problem das Ziel zu finden.
Aber auch ohne die Ausschilderung wäre die Anfahrt keine Schwierigkeit gewesen, denn die riesige Festungsanlage auf dem Sabikah-Hügel von Granada ist weithin sichtbar.

Wir lösten einen Parkschein (kostete hinterher 8,50 Euro pro Motorrad), zahlten 13 Euro pro Person Eintritt und konnten nun die maurische Anlage,
die im Stil der islamischen Kunst errichtet wurde, besichtigen.
Für weitere 7,50 Euro kann man einen elektronischen Führer bekommen, der einem die einzelnen Sehenswürdigkeiten und Räume erklärt.

Der Palast (Palacios Nazaries) im Inneren der Anlage ist nur in einem Zeitfenster von 30 min zu besichtigen. Auf dem Ticket ist die Uhrzeit vermerkt,
zu der man in den Palast gelangt, wenn man diese Zeit verpasst, verfällt der Anspruch auf den Einlass in die Prunkräume. Es kann immer nur eine
begrenzte Anzahl an Besuchern in die Räume und aus diesem Grund greift man auf eine solche Maßnahme zurück.
Befindet man sich erst einmal innerhalb des Palastes, so kann man sich dort ohne zeitliche Begrenzung frei bewegen.

Die Räume sind zwar ohne Einrichtungsgegenstände, aber bestechen durch die Architektur und durch die Marmorarbeiten an den Wänden und Decken.

Es wirkte, als wenn man die Räume in den Marmor "geschnitzt" hätte. Es sind teilweise Gebetstexte und geschichtliche Informationen in die Arbeiten eingefügt.

Hier hat jeder Herrscher, seien es die Christen, die Mohammedaner, oder andere Königshäuser mit ihrem Gefolge gewesen,
dem Aussehen der Alhambra ihren eigenen Stempel aufgepreßt.

Der filigranen Bildhauerei wurden hier keinerlei Grenzen gesetzt. Man entdeckt immer wieder neue Verspieltheiten in den zahlreichen Räumen.

Es gibt auf dem Gelände reichlich Möglichkeiten eine Pause einzulegen, wovon man nach einigen Stunden
Besichtigung auch wirklich gerne Gebrauch macht. Picknick, also das Verzehren von mitgebrachten Snacks ist allerdings nicht erlaubt.

Auch in den abwechslungsreichen Grünanlagen und Gärten sind überall Bänke und Rastmöglichkeiten vorhanden. Wir sind insgesamt 5 Stunden
in dem Glände gewesen und haben bei Weitem noch nicht alles gesehen.

Sehr beeindruckend und bestimmt ebenso interessant wie der "Palacios Nazaries", ist der Bereich des "Akazaba".
Hier kann man die wehrhaften Türme und den ehemaligen Wohnbereich des Sultans besichtigen.

Es ist erstaunlich, wie hoch sich die Türme und Terrassen über die Stadt Granada erheben.

Und die schneebedeckten Berge der nahen Sierra Nevada runden das Gesamtbild dieser geschichtsträchtigen Stätte beeindruckend ab.
Auch von uns VIELEN DANK für die schönen Bilder und interessanten Berichte!!
Man erkennt, dass du ein Auge für das Fotografieren hast!
Dank eures Berichtes ist für uns der zwar noch schneefreie, aber triste Winter besser zu ertragen. Außerdem kann ich Infos sammeln zu den Zielen, die auch von uns einmal angefahren werden!!
Sonnige Zeiten
gerwulf
Man erkennt, dass du ein Auge für das Fotografieren hast!
Dank eures Berichtes ist für uns der zwar noch schneefreie, aber triste Winter besser zu ertragen. Außerdem kann ich Infos sammeln zu den Zielen, die auch von uns einmal angefahren werden!!
Sonnige Zeiten
gerwulf
Jeder Sonnenstrahl setzt mich in Trab
Wir rollen im Chic T-plus 5.2
Wir rollen im Chic T-plus 5.2
Also wirklich: tausend Dank
Eure zeitnahe Berichterstattung - DAS ist weit mehr, als ich zu Beginn erhofft habe.
Mit jedem Bild, mit jeder Zeile holt ihr uns ein Stück aus dem tristen Winter hier heraus.
.... und dann noch - wie immer - gefüllt mit interessanten, lehrreichen Informationen.

Eure zeitnahe Berichterstattung - DAS ist weit mehr, als ich zu Beginn erhofft habe.
Mit jedem Bild, mit jeder Zeile holt ihr uns ein Stück aus dem tristen Winter hier heraus.
.... und dann noch - wie immer - gefüllt mit interessanten, lehrreichen Informationen.

LG Peter
Junge Vögel singen von Freiheit
alte Vögel fliegen.....

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alte Vögel fliegen.....


- Nixus
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Vielen Dank,
das geht ja runter wie Öl. Es freut uns sehr, wenn euch unsere Erlebnisse interessieren, da macht das Schreiben und Fotografieren noch einmal so viel Freude. Es macht mir Spaß, die erlebten Dinge auf diese Weise aufzuarbeiten und so bleibt auch alles viel besser in den grauen Zellen hängen.
Wir hatten die letzten beiden Tage richtig sommerlich warmes Wetter. Gestern Morgen hing in den Bergen zwar noch eine dicke, dunkle Wolke, die sich aber im Laufe des Tages in Wohlgefallen auflöste. An den Südflanken der Berge staute sich die Hitze der Sonne und im Laufe unserer Tour merkten wir dann, dass wir mit unserer Motorrad-Winterkleidung viel zu warm angezogen waren.
Die warmen Temperaturen der letzten Tage wirkten sich auch auf die hiesigen Pflanzen aus und so bekommt die Natur nun immer weitere Farbklekse.

An den Häusern und in den Straßen der Urbanisationen (Siedlungen) schmücken die Blumen die Zäune und Wände.

Und in den Bergen breitet sich ein Blütenmeer der Mandelbäume aus.

Überall findet man die Vorboten der Frühlingszeit.

Die Bergdörfer erstrahlen bei dem hellen Sonnenlicht in ihrem typischen Weiß und heben sich von der dunklen Wolke deutlich ab.

Hier oben findet man sehr viele Korkeichen, an denen man immer wieder einen Teil der Rinde abgeschält hat.

Gitte zeigt auf diesem Bild ein Stück der Korkrinde und einige Eicheln.

Unser Weg führte uns wieder einmal durch hunderte von Kehren und Serpentinen, bis auf die Bergkämme der Sierras.

Wie es von dort oben wieder herunter ging, kann man auf diesem Foto wohl gut erkennen. Eine Achterbahnfahrt wäre ein Abklatsch gegen diese Kurvenorgien gewesen.

Der heutige Tag lockte uns mit angenehmen Temperaturen aus dem Bett und man konnte gemütlich im Freien frühstücken. Dabei wurde dann beschlossen, dass wir uns ein wenig in der Gegend um Nerja, also etwa 50-60 km weiter westlich, umschauen wollen.

Und so machten wir uns auf den Weg. Die Strecke führte uns entlang der Küste und vorbei an vielen herausgeputzten Urlaubsorten. Immer wieder standen Palmen am Straßenrand und aufgeräumte Ferienhäuser säumten unseren Weg.

Auf den Hügel an der Küste stehen noch zahlreiche Wachtürme aus der Zeit, als die Mauren in diesem Gebiet noch die Vorherrschaft hatten. Die Türme stehen im Allgemeinen so weit auseinander, dass man immer Sichtkontakt bis zum nächsten Turm hatte. So konnte man im Notfall sehr schnell eine Nachricht, eine Warnung, oder einen Notruf über den gesamten Landstrich verteilen.

Auch die beste Maschine braucht einmal eine Pause und das Gleiche gilt auch für die Fahrer/in und so kehrten wir in eine der Cafeterien ein, die wir immer wieder am Wegesrand sahen. Wir bestellten 2 große "Café solo" zum Preis von 1 Euro pro Tasse. Hmm, der tat richtig gut.

Auf dem Heimweg machten wir dann noch einmal eine kleine Pause am Meer. Es war wieder einmal ein schöner Tag, der uns abermals einige interessante Eigenschaften dieses vielseitigen Gebietes gezeigt hat.
das geht ja runter wie Öl. Es freut uns sehr, wenn euch unsere Erlebnisse interessieren, da macht das Schreiben und Fotografieren noch einmal so viel Freude. Es macht mir Spaß, die erlebten Dinge auf diese Weise aufzuarbeiten und so bleibt auch alles viel besser in den grauen Zellen hängen.
Wir hatten die letzten beiden Tage richtig sommerlich warmes Wetter. Gestern Morgen hing in den Bergen zwar noch eine dicke, dunkle Wolke, die sich aber im Laufe des Tages in Wohlgefallen auflöste. An den Südflanken der Berge staute sich die Hitze der Sonne und im Laufe unserer Tour merkten wir dann, dass wir mit unserer Motorrad-Winterkleidung viel zu warm angezogen waren.
Die warmen Temperaturen der letzten Tage wirkten sich auch auf die hiesigen Pflanzen aus und so bekommt die Natur nun immer weitere Farbklekse.

An den Häusern und in den Straßen der Urbanisationen (Siedlungen) schmücken die Blumen die Zäune und Wände.

Und in den Bergen breitet sich ein Blütenmeer der Mandelbäume aus.

Überall findet man die Vorboten der Frühlingszeit.

Die Bergdörfer erstrahlen bei dem hellen Sonnenlicht in ihrem typischen Weiß und heben sich von der dunklen Wolke deutlich ab.

Hier oben findet man sehr viele Korkeichen, an denen man immer wieder einen Teil der Rinde abgeschält hat.

Gitte zeigt auf diesem Bild ein Stück der Korkrinde und einige Eicheln.

Unser Weg führte uns wieder einmal durch hunderte von Kehren und Serpentinen, bis auf die Bergkämme der Sierras.

Wie es von dort oben wieder herunter ging, kann man auf diesem Foto wohl gut erkennen. Eine Achterbahnfahrt wäre ein Abklatsch gegen diese Kurvenorgien gewesen.

Der heutige Tag lockte uns mit angenehmen Temperaturen aus dem Bett und man konnte gemütlich im Freien frühstücken. Dabei wurde dann beschlossen, dass wir uns ein wenig in der Gegend um Nerja, also etwa 50-60 km weiter westlich, umschauen wollen.

Und so machten wir uns auf den Weg. Die Strecke führte uns entlang der Küste und vorbei an vielen herausgeputzten Urlaubsorten. Immer wieder standen Palmen am Straßenrand und aufgeräumte Ferienhäuser säumten unseren Weg.

Auf den Hügel an der Küste stehen noch zahlreiche Wachtürme aus der Zeit, als die Mauren in diesem Gebiet noch die Vorherrschaft hatten. Die Türme stehen im Allgemeinen so weit auseinander, dass man immer Sichtkontakt bis zum nächsten Turm hatte. So konnte man im Notfall sehr schnell eine Nachricht, eine Warnung, oder einen Notruf über den gesamten Landstrich verteilen.

Auch die beste Maschine braucht einmal eine Pause und das Gleiche gilt auch für die Fahrer/in und so kehrten wir in eine der Cafeterien ein, die wir immer wieder am Wegesrand sahen. Wir bestellten 2 große "Café solo" zum Preis von 1 Euro pro Tasse. Hmm, der tat richtig gut.

Auf dem Heimweg machten wir dann noch einmal eine kleine Pause am Meer. Es war wieder einmal ein schöner Tag, der uns abermals einige interessante Eigenschaften dieses vielseitigen Gebietes gezeigt hat.
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Heute geht es zur nächsten Station,
heute Nacht wollen wir in Marbella schlafen, das liegt etwa 150-180 km westlich von unserem derzeitigen Aufenthaltsort. Von Marbella aus werden wir die alte Stadt Ronda und den Yachthafen von Puerto Banus besuchen.
Auf dem Weg dorthin bekommt meine Bergziege aber erst noch neue Sohlen, damit auch weiterhin ein guter Grip auf dem hiesigen Asphalt gwährleistet ist.
Wenn wir wieder eine Internetverbindung bekommen, melden wir uns wieder.
heute Nacht wollen wir in Marbella schlafen, das liegt etwa 150-180 km westlich von unserem derzeitigen Aufenthaltsort. Von Marbella aus werden wir die alte Stadt Ronda und den Yachthafen von Puerto Banus besuchen.
Auf dem Weg dorthin bekommt meine Bergziege aber erst noch neue Sohlen, damit auch weiterhin ein guter Grip auf dem hiesigen Asphalt gwährleistet ist.
Wenn wir wieder eine Internetverbindung bekommen, melden wir uns wieder.
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