neue Batterien - AGM???
neue Batterien - AGM???
Hallo zusammen,
ich denke, dass mir jemand ganz sicher weiterhelfen kann.
Wir möchten 2 AGM-Batterien (a 100 Ah) als Aufbaubatterien verbauen. Wer hat Erfahrung damit und müssen wir auf irgendetwas achten? (Lichtmaschine?)
Wir fahren einen Ford Transit und haben 1 Solarplatte mit 75 w auf dem Dach!
Vielen Dank
Bea
ich denke, dass mir jemand ganz sicher weiterhelfen kann.
Wir möchten 2 AGM-Batterien (a 100 Ah) als Aufbaubatterien verbauen. Wer hat Erfahrung damit und müssen wir auf irgendetwas achten? (Lichtmaschine?)
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Vielen Dank
Bea
Liebe Grüße aus dem wilden Süden
Bea
Träume nicht dein Leben - lebe deinen Traum
Bea
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Gel sind die besseren Batterien, wenn nicht in kurzer Zeit hohe Ströme entnommen werden soll
Genau prüfen, ob das Ladegerät auch für AGM-Batterien geeignet ist.
Die Ladekennlinien sind für AGM und Gel nicht gleich.
AGM Batterien leiden (die Lebensdauer verkürzt sich), wenn mehr als 30 % der Kapazität entnommen wird:

Genau prüfen, ob das Ladegerät auch für AGM-Batterien geeignet ist.
Die Ladekennlinien sind für AGM und Gel nicht gleich.
AGM Batterien leiden (die Lebensdauer verkürzt sich), wenn mehr als 30 % der Kapazität entnommen wird:
LG Peter
Junge Vögel singen von Freiheit
alte Vögel fliegen.....

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Moin Bea,
da sprichst Du ja eines der heikelsten, wie ich finde, Thema an.
Ich habe auch eine zweite zusätzliche Aufbaubatterie eingebaut. Wochenlang habe ich mich im Internet informiert. Im Prinzip konnte mir niemand helfen.
1. die Meinungen für AGM-Battrien sjnd sehr gespalten.
2. neue Batterie zur alten Batterie. Die einen ja, die anderen nein.
3. immer gleiche Sorte. Gel zu Gel, Säure zu Säure, etc.
4. mit Solar, ohne usw.
Ich bin da kein Spezialist, habe aber eins und eins zusammengezählt und einfach für mich entschieden. Aber ohne Solar (bringt für mich nichts).
Bei mir, verbaut war/ist eine Gel 95 Ah ca. 3 Jahre alt. Dazu gepackt eine neue Gel 95 Ah parallel und seit dem ist alles gut.
Und das, obwohl viele Experten gesagt haben, geht gar nicht. (Warum habe ich nie verstanden)
Da heißt es wieder. Nicht Experten zählen, sondern Fakten
Meine Empfehlung: Gel-Batterien, in Eurem Fall, für Solar.
da sprichst Du ja eines der heikelsten, wie ich finde, Thema an.

Ich habe auch eine zweite zusätzliche Aufbaubatterie eingebaut. Wochenlang habe ich mich im Internet informiert. Im Prinzip konnte mir niemand helfen.

1. die Meinungen für AGM-Battrien sjnd sehr gespalten.
2. neue Batterie zur alten Batterie. Die einen ja, die anderen nein.
3. immer gleiche Sorte. Gel zu Gel, Säure zu Säure, etc.
4. mit Solar, ohne usw.
Ich bin da kein Spezialist, habe aber eins und eins zusammengezählt und einfach für mich entschieden. Aber ohne Solar (bringt für mich nichts).
Bei mir, verbaut war/ist eine Gel 95 Ah ca. 3 Jahre alt. Dazu gepackt eine neue Gel 95 Ah parallel und seit dem ist alles gut.



Da heißt es wieder. Nicht Experten zählen, sondern Fakten
Meine Empfehlung: Gel-Batterien, in Eurem Fall, für Solar.

Bis die Tage
Arno L.
Arbeitest du noch, oder lebst du schon?
Arno L.
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- Ulli-et-Tom
- Member
- Beiträge: 111
- Registriert: 3. Mär 2013, 00:24
- Wohnort: Norddeutschland
Moin Bea,
bei dem Thema melde ich mich auch mal eben gerne zu Wort, da ich täglich beruflich mit Batterien zu tun habe - jedoch im größeren Stil, wobei es auf eine hohe Zuverlässigkeit der Batteriesätze ankommt.
Lt. Hersteller liegt die mittlere Lebensdauer der AGM bei 10 Jahren (Fa. Hoppecke) und die Gel nur bei 5 Jahren. Zunächst würde man sicherlich ein wirtschaftliches Interesse unterstellen - jedoch sind wir durch echte 3 stündige Kapazitätsprüfungen zu einem recht ähnlichen Ergebnis gekommen. Wir würden die Gel's nach 5 Jahren erneuern, wenn wir sie noch einsetzen würden.
Meine Empfehlung tendiert eher dahin eine Säure-Batterie zu kaufen bzw. zwei. Solltest du jedoch bereits eine Gel haben, dann solltest du eine Gel dazu kaufen. Soll heißen, immer gleich Typen parrallel schalten.
Und da ein Vlies in der Säurebatterie eingebaut ist, kann somit nahezu nichts auslaufen. Und da wir meist ja nicht so die Kränkung haben, wie auf einem Schiff, spricht eigentlich nichts gegen die Säure.
Außerdem ist sie günstiger in der Anschaffung.
Wir haben übrings auch gerade zu unserer bestehenden Säurebatterie eine weitere parrallel geschaltet und ein Solarpanel installiert mit 50Wp - und alles ist gut.
Du solltest jedoch folgendes beachten - wie meine Vorschreiber schon erwähnt :
1. immer gleiche Typen (und somit gleiche Hersteller) parrallel schalten
2. gleiche Kapazitäten
3. möglichst gleiche Baujahre (auf ein halbes Jahr kommst es wohl nicht an)
4. Entlüftung vorsehen (meist mittels Schlauch über den Wagenboden
5. mindestens 16mm² Leitungen für die Parrallelschaltung verwenden (hängt jedoch auch von der Kapazität ab)
6. Parrallelschaltung mittels 50A Streifensicherung (gibt es echt günstig bei Fritz Berger) absichern.
7. Das beiden Batterien in einer Blechwanne platziert sind (ist meist bei den Aufbauern vorgesehen)
8. freuen, wenn alles installiert ist und der Strom fließt und man getrost den Landanschluß in der Kiste lassen kann
LG Tom
bei dem Thema melde ich mich auch mal eben gerne zu Wort, da ich täglich beruflich mit Batterien zu tun habe - jedoch im größeren Stil, wobei es auf eine hohe Zuverlässigkeit der Batteriesätze ankommt.
Lt. Hersteller liegt die mittlere Lebensdauer der AGM bei 10 Jahren (Fa. Hoppecke) und die Gel nur bei 5 Jahren. Zunächst würde man sicherlich ein wirtschaftliches Interesse unterstellen - jedoch sind wir durch echte 3 stündige Kapazitätsprüfungen zu einem recht ähnlichen Ergebnis gekommen. Wir würden die Gel's nach 5 Jahren erneuern, wenn wir sie noch einsetzen würden.
Meine Empfehlung tendiert eher dahin eine Säure-Batterie zu kaufen bzw. zwei. Solltest du jedoch bereits eine Gel haben, dann solltest du eine Gel dazu kaufen. Soll heißen, immer gleich Typen parrallel schalten.
Und da ein Vlies in der Säurebatterie eingebaut ist, kann somit nahezu nichts auslaufen. Und da wir meist ja nicht so die Kränkung haben, wie auf einem Schiff, spricht eigentlich nichts gegen die Säure.
Außerdem ist sie günstiger in der Anschaffung.
Wir haben übrings auch gerade zu unserer bestehenden Säurebatterie eine weitere parrallel geschaltet und ein Solarpanel installiert mit 50Wp - und alles ist gut.
Du solltest jedoch folgendes beachten - wie meine Vorschreiber schon erwähnt :
1. immer gleiche Typen (und somit gleiche Hersteller) parrallel schalten
2. gleiche Kapazitäten
3. möglichst gleiche Baujahre (auf ein halbes Jahr kommst es wohl nicht an)
4. Entlüftung vorsehen (meist mittels Schlauch über den Wagenboden
5. mindestens 16mm² Leitungen für die Parrallelschaltung verwenden (hängt jedoch auch von der Kapazität ab)
6. Parrallelschaltung mittels 50A Streifensicherung (gibt es echt günstig bei Fritz Berger) absichern.
7. Das beiden Batterien in einer Blechwanne platziert sind (ist meist bei den Aufbauern vorgesehen)
8. freuen, wenn alles installiert ist und der Strom fließt und man getrost den Landanschluß in der Kiste lassen kann

LG Tom
- Ulli-et-Tom
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- Wohnort: Norddeutschland
Kleiner Nachtrag an Arno:
Bei unterschiedliche Baujahren kann es einfach vorkommen, dass die ältere durch ihre Laufzeit leicht geschwächt ist und durch die neuere immer mehr entladen wird. Dort entsteht dann sozusagen bildlich gesprochen stets ein "Gefälle". Das kann passieren, muss aber nicht.
Daher einfach ausprobieren - man wird schon sehen, ob die Spannung immer weiter runter geht, obwohl kein Verbraucher läuft bzw. wenig verbraucht wird. Dann könnte man die ältere immer noch ersetzen...
Bei unterschiedliche Baujahren kann es einfach vorkommen, dass die ältere durch ihre Laufzeit leicht geschwächt ist und durch die neuere immer mehr entladen wird. Dort entsteht dann sozusagen bildlich gesprochen stets ein "Gefälle". Das kann passieren, muss aber nicht.
Daher einfach ausprobieren - man wird schon sehen, ob die Spannung immer weiter runter geht, obwohl kein Verbraucher läuft bzw. wenig verbraucht wird. Dann könnte man die ältere immer noch ersetzen...
- Nordlandfahrer
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- Wohnort: Die Stadt zwischen den Ruhrseen
Re: neue Batterien - AGM???
1. spricht nichts dagegen, wenn jede einzel mit Sicherungen abgesichert wirdBea hat geschrieben: Wir möchten 2 AGM-Batterien (a 100 Ah) als Aufbaubatterien verbauen. Wer hat Erfahrung damit und müssen wir auf irgendetwas achten? (Lichtmaschine?)
Wir fahren einen Ford Transit und haben 1 Solarplatte mit 75 w auf dem Dach!
2. beide sollten gleich alt sein
3. beide sollten gleichen Types sein
4. die Zuleitung sollte großzügig ausgelegt werden !
5. der Solarregler muß AGM Akkus laden können !
Dann sollte das ohne Probleme funktionieren
- freetec598
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Moin Tom,Ulli-et-Tom hat geschrieben:Kleiner Nachtrag an Arno:
Bei unterschiedliche Baujahren kann es einfach vorkommen, dass die ältere durch ihre Laufzeit leicht geschwächt ist und durch die neuere immer mehr entladen wird. Dort entsteht dann sozusagen bildlich gesprochen stets ein "Gefälle". Das kann passieren, muss aber nicht.
Daher einfach ausprobieren - man wird schon sehen, ob die Spannung immer weiter runter geht, obwohl kein Verbraucher läuft bzw. wenig verbraucht wird. Dann könnte man die ältere immer noch ersetzen...

das sind doch mal klare fundierte Aussagen in Deinem vorigen Bericht. Und so wie Du hier schreibst, sehe ich dies und habe so praktiziert.
Auch Deine Aussage zu den Säurebatterien bestätigen die Berichte von einigen, die so verfahren. Super.
Beachten aber muss man bei Säure sicher die Pflege, oder???
Da ich ja von Natur aus faul bin,


Dennoch eine Frage zu:
Warum und wie einbauen?6. Parrallelschaltung mittels 50A Streifensicherung
Und noch zu den AGM. Es wird gerade von AGM-Besitzern die kurze Betriebszeit von nur ca 3 Jahren bemängelt. Du beschreibst das Gegenteil.
Bis die Tage
Arno L.
Arbeitest du noch, oder lebst du schon?
Arno L.
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vielen Dank für eure ausführlichen Antworten: wir haben jetzt 2 Säurebatterien drin, die aber nicht mehr gut funktionieren. Daher wollen wir diese Beiden austauschen.
Da wir eine Diesel-Heizung haben und diese zum "Anfeuern" mächtig Strom braucht - deshalb habe ich nachgefragt.
Im Sommer waren wir mit den Batterien immer zufrieden.
Bea
Da wir eine Diesel-Heizung haben und diese zum "Anfeuern" mächtig Strom braucht - deshalb habe ich nachgefragt.
Im Sommer waren wir mit den Batterien immer zufrieden.
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Liebe Grüße aus dem wilden Süden
Bea
Träume nicht dein Leben - lebe deinen Traum
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- bfb
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So, will jetzt auch mal meinen Senf dazu geben.
Bei der Haltbarkeit von Batterien spricht man von Ladezyklen.
Bleisäure= 600-800
AGM= 1200-1500
GEL= 1500-1800
Unterschiedlich je nach Hersteller, Qualität und Preis.
Immer vorausgesetzt, dass die Batterien nicht tiefentladen werden. Dadurch sinkt die Kapazität extrem.
Die besten sind die GEL Batterien, mögen jedoch keine hohe Stomentnahme in kurzer Zeit, wie sie z.Bsp. bei Nutzung eines Wechselrichters auftreten. Dadurch nur bedingt für den Wechselrichterbetrieb zu empfehlen.
Dafür sind die AGM Batterien ideal, weil die das abkönnen.
Auch die Säure kann das, hat aber aufgrund ihrer geringen Ladezyklen und dem Wartungsbedarf wieder andere Nachteile.
AGM und GEL haben eine höher Ladeschlussspannung, was das Ladegerät bringen muss, da sonst die Batterien nicht vollständig geladen werden. In der Regel liegt die bei 14,5 - 14,7 Volt.
Batterien sollten schon vom Alter her in etwa gleich sein, da sonst die schwächere Batterie Strom aus der stärkeren entzieht.
Ein Ammenmärchen ist jedoch, dass Batterien immer die gleiche Kapazität haben müssen.
Wenn zwei Batterien miteinander verbunden sind, verhalten sie sich wie eine Batterie, da sie parallel geschaltet sind. Grundbedingung ist jedoch, dass der Kabelquerschnitt entsprechend stark ausgeführt wird. Min. 16 mm2 besser 25 mm2.
Was man auch bedenken sollte ist, dass die Lichtmaschine es während der Fahrt nicht schafft eine Blei Säure Batterie vollständig aufzuladen, da die Ladeschlussspannung nicht hoch genug ist. Deshalb steht in den Bedienungsanleitungen der Wohnmobile, dass die Aufbaubatterie alle 4-6 Wochen über das Ladegerät vollständig geladen werden soll.
Bei GEL oder AGM ist die Ladeschlussspannung noch höher und das kann die LIMA garnicht.
Dafür gibt es dann sogenannte B2B Ladebooster, die eine einstellbare Ladeschlussspannung für den jeweiligen Batterietyp haben und die Batterien auch während der Fahrt vollständig aufladen.
Bei der Haltbarkeit von Batterien spricht man von Ladezyklen.
Bleisäure= 600-800
AGM= 1200-1500
GEL= 1500-1800
Unterschiedlich je nach Hersteller, Qualität und Preis.
Immer vorausgesetzt, dass die Batterien nicht tiefentladen werden. Dadurch sinkt die Kapazität extrem.
Die besten sind die GEL Batterien, mögen jedoch keine hohe Stomentnahme in kurzer Zeit, wie sie z.Bsp. bei Nutzung eines Wechselrichters auftreten. Dadurch nur bedingt für den Wechselrichterbetrieb zu empfehlen.
Dafür sind die AGM Batterien ideal, weil die das abkönnen.
Auch die Säure kann das, hat aber aufgrund ihrer geringen Ladezyklen und dem Wartungsbedarf wieder andere Nachteile.
AGM und GEL haben eine höher Ladeschlussspannung, was das Ladegerät bringen muss, da sonst die Batterien nicht vollständig geladen werden. In der Regel liegt die bei 14,5 - 14,7 Volt.
Batterien sollten schon vom Alter her in etwa gleich sein, da sonst die schwächere Batterie Strom aus der stärkeren entzieht.
Ein Ammenmärchen ist jedoch, dass Batterien immer die gleiche Kapazität haben müssen.
Wenn zwei Batterien miteinander verbunden sind, verhalten sie sich wie eine Batterie, da sie parallel geschaltet sind. Grundbedingung ist jedoch, dass der Kabelquerschnitt entsprechend stark ausgeführt wird. Min. 16 mm2 besser 25 mm2.
Was man auch bedenken sollte ist, dass die Lichtmaschine es während der Fahrt nicht schafft eine Blei Säure Batterie vollständig aufzuladen, da die Ladeschlussspannung nicht hoch genug ist. Deshalb steht in den Bedienungsanleitungen der Wohnmobile, dass die Aufbaubatterie alle 4-6 Wochen über das Ladegerät vollständig geladen werden soll.
Bei GEL oder AGM ist die Ladeschlussspannung noch höher und das kann die LIMA garnicht.
Dafür gibt es dann sogenannte B2B Ladebooster, die eine einstellbare Ladeschlussspannung für den jeweiligen Batterietyp haben und die Batterien auch während der Fahrt vollständig aufladen.
Gruß
Bernd
Ein Jeder geht vorüber und nimmt es nicht in acht,
dass jede viertel Stunde das Leben kürzer macht.
http://www.womotech.de
Bernd
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- freetec598
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Hallo Bernd,bfb hat geschrieben:So, will jetzt auch mal meinen Senf dazu geben.
Bei der Haltbarkeit von Batterien spricht man von Ladezyklen.
Bleisäure= 600-800
AGM= 1200-1500
GEL= 1500-1800
Unterschiedlich je nach Hersteller, Qualität und Preis.
Immer vorausgesetzt, dass die Batterien nicht tiefentladen werden. Dadurch sinkt die Kapazität extrem.
Die besten sind die GEL Batterien, mögen jedoch keine hohe Stomentnahme in kurzer Zeit, wie sie z.Bsp. bei Nutzung eines Wechselrichters auftreten. Dadurch nur bedingt für den Wechselrichterbetrieb zu empfehlen.
Dafür sind die AGM Batterien ideal, weil die das abkönnen.
Auch die Säure kann das, hat aber aufgrund ihrer geringen Ladezyklen und dem Wartungsbedarf wieder andere Nachteile.
AGM und GEL haben eine höher Ladeschlussspannung, was das Ladegerät bringen muss, da sonst die Batterien nicht vollständig geladen werden. In der Regel liegt die bei 14,5 - 14,7 Volt.
Batterien sollten schon vom Alter her in etwa gleich sein, da sonst die schwächere Batterie Strom aus der stärkeren entzieht.
Ein Ammenmärchen ist jedoch, dass Batterien immer die gleiche Kapazität haben müssen.
Wenn zwei Batterien miteinander verbunden sind, verhalten sie sich wie eine Batterie, da sie parallel geschaltet sind. Grundbedingung ist jedoch, dass der Kabelquerschnitt entsprechend stark ausgeführt wird. Min. 16 mm2 besser 25 mm2.
Was man auch bedenken sollte ist, dass die Lichtmaschine es während der Fahrt nicht schafft eine Blei Säure Batterie vollständig aufzuladen, da die Ladeschlussspannung nicht hoch genug ist. Deshalb steht in den Bedienungsanleitungen der Wohnmobile, dass die Aufbaubatterie alle 4-6 Wochen über das Ladegerät vollständig geladen werden soll.
Bei GEL oder AGM ist die Ladeschlussspannung noch höher und das kann die LIMA garnicht.
Dafür gibt es dann sogenannte B2B Ladebooster, die eine einstellbare Ladeschlussspannung für den jeweiligen Batterietyp haben und die Batterien auch während der Fahrt vollständig aufladen.
Danke für Deine ausführliche Erklärung.

Wie ist es denn bei Solar ?
Unser neues WOMO wird 2 95 Ah Batterien im Aufbau haben und 2 100er Platten auf dem Dach.
Bekommen die die 2 Batterien voll und wenn nicht, was dann ?
Servus
Peter
Nimm Dir Zeit für Deine Freunde,
sonst nimmt die Zeit Dir Deine Freunde !
Peter
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- Ulli-et-Tom
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- Beiträge: 111
- Registriert: 3. Mär 2013, 00:24
- Wohnort: Norddeutschland
Melde mich erst heute wieder, da ich gestern wenig Zeit hatte:
@peter: eigentlich halten wir unsere Batterien stets voll geladen - bedingt durch Solar bzw. durch den Landanschluß zu Hause. Und wenn du fragst, ob wir firmentechnisch die gleichen wie im Womo einsetzen (sofern ich die Frage richtig deute) dann nein. In der Firma sind es echte Säurebatterien ohne Vlies, da sie nicht kippsicher sein müssen.
Anmerkung:
Und meiner Meinung nach, sind AGM und Säurebatterien annähernd ähnlich, jedoch haben die AGM ein Vlies eingebaut, damit sie kippsicher sind. Wobei die AGM sicherlich zyklenfester sind. Da ich aber kein Chemiker bin, möchte dazu eher nicht so viel sagen.
@Arno: selbstverständlich braucht eine reine Säurebatterie einen höheren Pfelgeauswand. Die AGM eher weniger.
Und nun zur Parrallelschaltung mit Streifensicherung:
Warum: weil man z.B. durch einen Kurzschluß (z.B. innerhalb der Batterie oder auch durch Fremdeinwirkung) einen extrem hohen Strom verursacht, welcher selbstverständlich zum Kabelbrand führt. Und das bei 16mm² bzw. 25mm² ? Die Sicherung würde im Fall des Vorhandenseins einfach auslösen und somit würde es nicht zum Brand kommen.
Also: kein Stromkreis ohne Absicherung !
Leider wird oftmals die Sicherung dafür angesehen, dass sie ein Gerät schützen soll - das Gegenteil ist der Fall - sie soll die Leitung schützen. Deswegen heißen die Sicherungen ja auch "Leitungsschutzschalter" (bei der Hausinstallation). D.h. im Fall der Parrallelschaltung soll die Sicherung die Leitung vor einem zu hohen Strom bewahren und damit vor einem Kabelbrand.
Leider sehe ich oft, das Batterien einfach so ohne Sicherung parrallel geschaltet werden...
Und hier nun noch ein paar Bilder:



@peter: eigentlich halten wir unsere Batterien stets voll geladen - bedingt durch Solar bzw. durch den Landanschluß zu Hause. Und wenn du fragst, ob wir firmentechnisch die gleichen wie im Womo einsetzen (sofern ich die Frage richtig deute) dann nein. In der Firma sind es echte Säurebatterien ohne Vlies, da sie nicht kippsicher sein müssen.
Anmerkung:
Und meiner Meinung nach, sind AGM und Säurebatterien annähernd ähnlich, jedoch haben die AGM ein Vlies eingebaut, damit sie kippsicher sind. Wobei die AGM sicherlich zyklenfester sind. Da ich aber kein Chemiker bin, möchte dazu eher nicht so viel sagen.
@Arno: selbstverständlich braucht eine reine Säurebatterie einen höheren Pfelgeauswand. Die AGM eher weniger.
Und nun zur Parrallelschaltung mit Streifensicherung:
Warum: weil man z.B. durch einen Kurzschluß (z.B. innerhalb der Batterie oder auch durch Fremdeinwirkung) einen extrem hohen Strom verursacht, welcher selbstverständlich zum Kabelbrand führt. Und das bei 16mm² bzw. 25mm² ? Die Sicherung würde im Fall des Vorhandenseins einfach auslösen und somit würde es nicht zum Brand kommen.
Also: kein Stromkreis ohne Absicherung !
Leider wird oftmals die Sicherung dafür angesehen, dass sie ein Gerät schützen soll - das Gegenteil ist der Fall - sie soll die Leitung schützen. Deswegen heißen die Sicherungen ja auch "Leitungsschutzschalter" (bei der Hausinstallation). D.h. im Fall der Parrallelschaltung soll die Sicherung die Leitung vor einem zu hohen Strom bewahren und damit vor einem Kabelbrand.
Leider sehe ich oft, das Batterien einfach so ohne Sicherung parrallel geschaltet werden...
Und hier nun noch ein paar Bilder:



- bfb
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Hallo Peter,
auch gute Solarladeregler haben die Möglichkeit die Ladeschlussspannung für die entsprechenden Batterien einzustellen. Damit arbeiten sie genau wie dein Ladegerät oder der B2B Booster.
Ob sie die Batterien voll bekommen, liegt an deinem Verbrauch und der Sonnenscheindauer
Aber 2 Platten in dieser Größe sollten das im Sommer locker schaffen um autark Reisen zu können.
auch gute Solarladeregler haben die Möglichkeit die Ladeschlussspannung für die entsprechenden Batterien einzustellen. Damit arbeiten sie genau wie dein Ladegerät oder der B2B Booster.
Ob sie die Batterien voll bekommen, liegt an deinem Verbrauch und der Sonnenscheindauer

Aber 2 Platten in dieser Größe sollten das im Sommer locker schaffen um autark Reisen zu können.
Gruß
Bernd
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Bernd
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- bfb
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Zu dem Thema "Absicherung"
Selbstverständlich sollte man die Verbindung zwischen zwei parallel geschalteten Batterien absichern.
Ich kann auf dem unteren Foto den Kabelquerschnitt nicht genau bestimmen, würde aber schätzen, dass es sich um max. 10 mm2 Kabel handelt.
Je nach Leitungslänge kann da eine 50 Ampere Sicherung schon heftig sein.
Je größer der Kabelquerschnitt ist je höher kann die Sicherung sein.
Wenn man dann bedenkt, dass ein Wechselrichter bei 1450 Watt einer Kaffeemaschine und 12 Volt "120" Ampere zieht, versteht ihr sicherlich warum bei zwei parallel geschalteten Batterien solche Kabelquerschnitte notwendig sind.
Ist der Querschnitt zu klein, zieht der Wechselrichter die Spannung hauptsächlich aus einer Batterie, die dann stark in die Knie geht.
Umgehen kann man das, indem der Pluspol des WR an der einen und der Minuspol an der anderen Batterie angeklemmt wird.
Selbstverständlich sollte man die Verbindung zwischen zwei parallel geschalteten Batterien absichern.
Ich kann auf dem unteren Foto den Kabelquerschnitt nicht genau bestimmen, würde aber schätzen, dass es sich um max. 10 mm2 Kabel handelt.
Je nach Leitungslänge kann da eine 50 Ampere Sicherung schon heftig sein.
Je größer der Kabelquerschnitt ist je höher kann die Sicherung sein.
Wenn man dann bedenkt, dass ein Wechselrichter bei 1450 Watt einer Kaffeemaschine und 12 Volt "120" Ampere zieht, versteht ihr sicherlich warum bei zwei parallel geschalteten Batterien solche Kabelquerschnitte notwendig sind.
Ist der Querschnitt zu klein, zieht der Wechselrichter die Spannung hauptsächlich aus einer Batterie, die dann stark in die Knie geht.
Umgehen kann man das, indem der Pluspol des WR an der einen und der Minuspol an der anderen Batterie angeklemmt wird.
Gruß
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