Zum Wetter:
Wir waren völlig verblüfft! Setzt man doch Norwegen eher mit Regen und Wolken sowie Vliesjacke in Verbindung...
Dann sowas: Es wurde wärmer und wärmer. Die Norweger fingen an zu stöhnen..wir fühlten uns wie im eineimischen Sommer, eben knapp an die 30°.
Norwegen wollte sich zu unserer Premiere wohl von der besten Seite zeigen!!
Abschied vom Preikestolen! Eine eindrucksvolle Wanderung mit tollen Tiefblicken.
Nach der Wanderung war erstmal ein erfrischendes Fußbad im Revsvatnet angebracht
Weiter ging es die RV 13 Richtung Odda, vorbei an dem bekannten Doppelwasserfall Latefoss. Eindrucksvoll und praktisch zu erreichen. Direkt an der Hauptstraße...
In Sichweite:
Der Folgefonngletscher, mit ca. 214km² der drittgrößte in Norwegen(Festland)
Das nächste Ziel war Sundal am Maurangerfjord, ein Seitenarm des Hardangerfjords.
Man fährt von Odda in westlicher Richtung in einem 11km langen Tunnel unter dem Gletscher durch und erreicht dann eine von den großen Touristenströmen veschonte Ecke.
In Sundal machten wir auf dem mäßigen, aber schön gelegenen CP direkt am Fjord Quartier.
Wetter und Aussicht waren kaum mehr zu toppen..
Wir saßen an diesem Abend lange mit T-Shirt und kurzen Hosen draußen. Die Sonne ging ja erst nach 23 Uhr unter....herrlich!
Am nächsten Tag wurden wieder die Wanderschuhe geschnürt. Ziel war eine kleinere Wanderung zu einer Gletscherzunge des Folgefonngletschers:
Der Bondhusbreen
Komfortable Einrichtung am Wanderweg
Leider haben auch viele Gletscher in Norwegen das Problem des Rückgangs. Man sah es an den Muränen und den glattgeschliffenen Felsen, das dieser auch schon mächtiger war. Näher ran wollten wir nicht, es war zu warm und manchmal polterte es im Eis...
Weiter ging es ein relativ kurzes Stück nach Kinsarvik, ein recht kleiner Ort mit einer wichtigen Fährverbindung, ein kleiner Familienfreizeitpark, 2 Campingplätze, Banken, Läden etc.
Unser Campingplatz lag etwas erhöht mit schöner Aussicht auf den Eidfjord.
Abendstimmung vor dem Wohnmobil
Natürlich, ihr ahnt es schon, war am nächsten Tag wieder wandern (oder spazieren gehen..) angesagt
Es ging ins Husedalen immer bergauf zu verschiedenen eindrucksvollen Wasserfällen. Genusssvoll, aber bei der Wärme auch für uns recht anstrengend...
Nach 7 Stunden benötigten die Wanderfüße eine Kaltwasserkur..
Ja, wir sind immer noch in Norwegen
Wieso wir immer auf Campingplätzen waren?
Hatte mehrere Gründe:
-Wir waren Anfänger

-Hatten natürlich beim Mietmobil keine Solarzellen
-Wir fühlten uns auf den norwegischen CPs richtig wohl. Keine Platzeinteilung, meist einfaches Wiesengelände mit Sanitärhaus (die meist einfach, aber sehr sauber waren). Das war`s
-Es in Süd- und Mittelnorwegen wenige schöne "Freisteherplätze" gibt (außer im Gebirge, da ist es problemlos). Die Flut der Wohnmobilisten hat da wohl ganze Arbeit geleistet...d.h. an vielen Plätzen das Schild "No camping" steht.
-Wir der Meinung sind, das man in dem Land, in dem man Gast ist, auch ein paar Euros liegen lassen sollte. Wir gehen schon nicht essen, kaufen allerdings außer ein paar grundlegenden Dingen (Dosenwurst, tiefgekühltes Grillgut, Grundstock an Nudeln etc.) alles im Lande ein. Alkohol trinken wir nicht
Fortsetzung folgt!